KKeinKeihin Umbau

Nach langem Überlegen, habe ich mich nun doch dazu entschlossen meinen Keihin Vergaser

zu modifizieren...ob es etwas bringt, werden Testfahrten zeigen!

Folgende Umbauten wurden von mir vorgenommen: Verstellschraube Pumpenanschlag und Powerblade.

Ich möchte mit diesem Bericht kurz erklären, wie ich bei diesen Arbeiten vorgegangen bin.

KTM Sommer schreibt:

"Im Beschleunigungsprozess wird zur notwendigen Anfettung die Beschleunigerpumpe im Keihin Vergaser aktiv.
Der Einsatzpunkt ist durch eine Verstellschraube am Vergaser definiert,
eine Begrenzung nach oben findet nur durch das Pumpenvolumen statt. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Pumpe lange intensiv
arbeitet (ca. 2 Sekunden) und eine Reduzierung der Einspritzdauer auf ca. 1,2Sekunden mehr Leistung und Agilität bringt"

Zum Powerblade:

"Unscheinbar aber effektiv – Mehrleistung bis zur 50% igen Schieberöffnung und erhöhte Spontaneität. Die Ansaugluft wird Verwirbelungsreduziert und effektiver zum Schieber kanalisiert. Es erfolgt eine bessere Füllung des Zylinders, da die Gassäule jetzt mehr Masse hat und somit bei Ventilstellung „Überschneidung“ effektiver in den Zylinder strömt.
Die Kombination von Power Blade und dem folgend beschriebenen Umbau: KEIHIN besser dosierbar(Einspritzzeit) ergibt eine besser
ansprechende, besser dosierbare, ruckelfreiere und benzinsparendere LC4. Im Offroad und Supermotoeinsatz, d.h. Gas permanent auf und zu, kann der Benzinverbrauch um 0,5 Liter in einer halben Stunde reduziert werden"

Testbericht

So nun zur Probefahrt, der Umbau bringt von der Leistung her nichts!
Wir haben das eben mit unseren beiden SMC´s ausgiebig probiert, wenn sich da etwas von der Leistung
getan hat, dann ist es so minimal, das wir es nicht merken... oder Einbildung.
Was ich festgestellt habe, das meine SMC wesentlich fahrbarer geworden ist, das Geruckel im unteren Bereich
und in den Kurven ist weg. Das ist mir die Hauptsache, weil mich dieses Geruckel immer wahnsinnig gestört hat.
Im 5 Gang lässt sie sich jetzt besser bei 85-90 Km/h fahren, das ging früher garnicht.
Aber ich denke, das ist dem Powerblade zuzuschreiben, der reduzierten Einspritzzeit messe ich nicht viel Bedeutung bei.
Vielleicht spart es aber Sprit, das werde ich als nächstes testen.

 

ManMan bohrt in das Vergasergehäuse ein 3,4 mm Loch und schneidet ein M4 Gewinde hinein.

 

Eine M4 x 12 Inbusschraube habe ich als Anschlag genommen und mit einer Mutter gekontert. Die Einspritzzeit habe ich mit
Hilfe einer Stoppuhr justiert. Hierzu geht man wie folgt vor: Den Vergaser mit Benzin befüllen, in die Bowdenzug-Betätigung
ein geeignetes Werkzeug (Inbusschlüssel) stecken, nun kann man damit den Schieber hochfahren. Sowie man den Schieber
betätigt, spritzt an der Motorseite des Vergasers ein dünner Strahl heraus, die Dauer des Strahls misst man mit einer Stoppuhr.
Die Einspritzdauer reguliert man mit der Inbusschraube, so das man 1,2 bis 1,4 Sek erreicht.
 

ZuZum Einstellen der Einspritzzeit habe ich den Vergaser in einen Schraubstock eingespannt.

 

Zum ausarbeiten der Schutzkappe habe ich ein Rundfeile benutzt.

 

Mit einem Höhenreißer habe ich die Mittenlage für das Powerblade ermittelt.

 

Dieses Teil ist aus Kunststoff!!!

 

Mit einer Schlüsselfeile und einem Sägeblatt habe ich die Nut für das Powerblade eingearbeitet.

Vorsicht nicht tiefer als 1,5 mm!

 

Aus einem 0,8 mm Alublech habe ich das Powerblade gefertigt, das Blech sollte genau 15,5 mm aus den Gehäuse stehen, damit

es nicht am Schieber scheuert.

 

Das Alublech wird mit 2 Komponentenkleber eingeklebt.

 

 

Das Blech muss sich jeder selbst frimmeln, weil es genau zur Nut passen muss.

 

Zwischen Schieber und Blech sollten 0,5 mm Abstand sein.

 

Viel Spaß beim selbermachen!